Die Gegend rund um Petra, der 2000 Jahre alten nabatäischen Stadt in den Bergen von Jordanien, steckt voller Geheimnisse. Die Landschaft ist durchzogen von vielen Höhlen. Der Sandstein schimmert in verschiedenen Farben, was Petra auch den Beinamen “Die rosarote Standt” einbrachte.
Petra, Jordaniens Felsenstadt
Nabatäische Baukunst in Petra, Jordanien: Die Felsenstadt Petra in Jordanien, die auch die nabatäische Stadt genannt wird, war einst die Hauptstadt des Nabatäerreiches. Heute ist diese Stadt ein verlassener Ort, lädt aber dennoch zu einer Vielzahl interessanter Entdeckungen ein. Petra ist seit 1985 Teil des UNESCO Welterbes, da sie ein einzigartiges Kulturdenkmal darstellt.
Die Stadt Petra liegt in einem Talkessel des Berglandes Edomauf. Sie war einst auch ein wichtiger Knotenpunkt der Karawanenwege, die sich von Ägypten nach Syrien und von Südarabien bis zum Mittelmeer erstreckten. Die Stadt galt als sehr sicher, da sie von den umliegenden Felswänden gut geschützt wurde und sehr versteckt lag. Sie konnte über einen kleinen Pfad erreicht werden, der sich durch das Gebirge schlängelte, oder über die bisweilen sehr schmale Felsschlucht, die Siq. Die Wasserversorgung von Petra war damals schon sehr fortschrittlich, da zum Einen Aquädukte und zum anderen Terrakottaröhren verwendet wurden, um das Trinkwasser in die Stadt zu leiten.
Petra: Fassaden im Felsen
Im 20. Jahrhundert begannen Forscher und Wissenschaftler damit, Petra zu erforschen. Sie stellten hier insbesondere große Bemühungen an, die sich mit der Ausgrabung alter Relikte beschäftigten. Bis heute ist Petra eine sehr gut erforschte Stadt, wurde vermessen und bis ins kleinste Detail erforscht. Eine besonders interessante Entdeckung war, dass die Fassaden, die in den Fels gemauert waren, nicht wie vermutet Solitäre sind, sondern zu Gebäudekomplexen gehören, die bisweilen auch durch das Errichten von Mauern gebaut wurden.
In Petra gibt es viele schöne Bauten zu sehen. Baudenkmäler, die man als Tourist und Besucher von Petra unbedingt gesehen haben muss, sind das Schatzhaus Khazne Firaun, ein berühmtes Felsengrab, das römische Theater, das komplett aus Fels gemeißelt ist, die dreizehn Gräber in der Königswand, Ed-Deir, ein weiteres Felsgrab und natürlich auch das ehemalige Stadtzentrum der nabatäischen Stadt.
Doch nicht nur in Petra selbst, sondern auch rund um die Stadt sind viele sehenswerte Orte zu finden. So können hier auch ehemalige Opferplätze besichtigt werden, die einst von den Nabatäern genutzt wurden. Da diese Opferplätze bisweilen nicht besonders gut erhalten sind, lohnt sich ein Besuch des Gipfels des Jebel Attuf, da hier einer der am besten erhaltenen Opferplätze zu finden ist.

